© Anja Beranek

#BeatYesterday BEATS – so beeinflusst Musik deine Leistung

Über Musikgeschmack lässt sich streiten, über die positive Wirkung von Musik beim Sport nicht. Hol dir hier Inspiration aus den Playlists von Profis wie Triathletin Anja Beranek.

Ein Bauch-Beine-Po-Workout ohne Musik? Langweilig! Ein Spinning-Kurs ohne treibenden Beat? Qualvoll! Fitnesskurse im Kraft-Ausdauerbereich kommen ohne Musik als Antrieb nicht aus. Doch wie verhält es sich im Einzeltraining im Studio oder auf der Laufstrecke? Hast du deine Lieblingssongs als Taktgeber und Motivator beim Sport stets im Ohr? Wenn ja, gut so! Falls nicht, änderst du das im Anschluss an diesen Artikel vielleicht - denn:

Musik steigert nachweislich die Leistung

Musik wirkt sich positiv auf deine Leistungsfähigkeit aus und ist somit ein günstiges und vor allem legales Dopingmittel. Das haben brasilianische Forscher in einer Studie, die im „Journal of Strength and Condition Research“ veröffentlicht wurde, herausgefunden. Sie ließen 15 Teilnehmer eine Distanz von 5 Kilometern laufen – einmal mit und einmal ohne Musik im Ohr. Das Ergebnis: Ohne Musik liefen sie die Strecke in durchschnittlich 27:20 Minuten und mit Musik in durchschnittlich 26:45 Minuten. Sogar die unterschiedliche Wirkung von schneller und langsamer Musik wurde belegt. Überraschenderweise liefen die Sportler mit durchschnittlich 26:00 Minuten bei langsamer Musik sogar noch ein paar Sekunden schneller als bei treibenden Beats.

Dabei hat Musik keine messbare Auswirkung auf Herzfrequenz, Sauerstoffzufuhr oder Laktatbildung, wie Studien in Kanada und England ergänzend herausfanden. Musik bewirkt aber andere körperliche Veränderungen, von denen du beim Training profitierst - nämlich:

Musik weckt Emotionen

Du weißt bestimmt noch, welcher Song bei deinem ersten Kuss im Hintergrund lief. Genauso wie dich bestimmte Songs an den ersten Liebeskummer erinnern oder an besonders glückliche Momente in deinem Leben. Musik weckt wie Gerüche alte Erinnerungen und ruft gleichzeitig die Gefühle von damals wieder hervor. Diese sowohl positiven als auch negativen Emotionen sind nachweislich mit einer Reaktion des vegetativen Nervensystems gekoppelt. Diese neurovegetativen Vorgänge lassen sich nicht von unserem Willen steuern. Unter anderem wird je nach musikalisch ausgelöstem Gemütszustand der Muskeltonus verstärkt oder gelockert.

Studien, sowohl mit Marathonläufern als auch mit Laufanfängern zeigen: Positiv besetze Musik kann die Leistung beim Laufen um bis zu 15 Prozent steigern.

Musik beim Sport ist in harten Einheiten wirklich wichtig! Und da braucht es wirklich auch sportliche Kopfhörer! Ich höre meistens Musik beim Indoor-Cycling und auf dem Laufband.

Anja Beranek, Pro-Triathletin

Musik als Motivator vor dem Sport oder Wettkampf

Das Auslösen positiver Erinnerungen und Emotionen kannst du auch als Einstimmung auf dein Training oder einen Wettkampf nutzen, indem du schon auf dem Weg ins Fitnessstudio oder beim Anziehen deiner Laufklamotten entsprechende Musik hörst. Nicht umsonst laufen Profiboxer wie Vitali Klitschko siegessicher mit ihrem persönlichen Lieblingstrack von der Kabine zum Boxring. Die Studie im “Journal of Strength and Conditioning Research” bestätigt diesen Effekt ebenfalls: Musik hören vor dem Sport erhöht die körperliche und geistige Aufmerksamkeit. Dadurch starten die Sportler motivierter in ihr bevorstehendes Training. Die Stimmung während der Einheit ist besser, aufkommende Unlust hat keine Chance und gegen Trainingsende pushen dich die Beats noch mal an deine Grenzen.

Mit Musik trainierst du konzentrierter

Durch deinen persönlichen Trainingssoundtrack fokussierst du dich besser auf dein Training und bist eher bereit an deine Grenzen zu gehen. Du bist weniger abgelenkt von äußeren Einflüssen wie den Sprüchen andere Pumper, aber auch von inneren Signalen, wie lauter Atmung oder erhöhtem Puls. Durch die fehlende akustische Rückmeldung nimmst du diese schwächer wahr und empfindest sie als weniger belastend. Ohne Musik würdest du den Satz vermutlich frühzeitig abbrechen, während du dir, begleitet von Musik, eher zwei Wiederholungen mehr zumutest. Dennoch ist es wichtig, dass du deine körperlichen Signale nicht gänzlich ignorierst, schließlich sind sie ab einem gewissen Grad ein Warnsignal für Überlastung.

Welche Musik kommt auf die Workout-Playlist?

Welche Art von Musik auf deine Sport-Playlist kommt, entscheidet natürlich in erster Linie dein Geschmack. Als Inspiration für einen stetig guten Mix sorgen künftig die #BY-Playlists von Sportlern und Promis.

Triathletin Anja Beranek hat vor allem auf dem Laufband oder beim Indoor-Cycling die Kopfhörer auf. „Musik beim Sport ist für mich bei besonders harten Einheiten wichtig!“, sagt die Leistungssportlerin.

Hier ihre aktuellen Lieblingstracks:

  1. Run It Wild - Robbie Williams
  2. Jeden Tag Silvester - Die letzte Meile
  3. Shed a light - Robin Schulz & David Guetta feat. Cheat Codes
  4. Two Princes - Fake Pictures
  5. Jealous - Chromeo
  6. Slow Hands - Niall Horan
  7. Revenge - Pink
  8. One Foot - Walk the Moon
  9. Running Man - Ollie Gabriel

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Über Anja Beranek


Rückblickend betrachtet war Anjas Sportlerkarriere ein Wechselbad aus Rückschlägen und Erfolgen. Wobei die BeatYesterday-Momente am Ende überwogen und sie an die Weltspitze der Triathlon-Szene pushten. Seit 2012 steht für sie der Sport nicht nur privat, sondern auch beruflich im Mittelpunkt. Zu ihren größten Erfolgen als Profi-Triathletin gehören der erste Platz beim „Ironman Switzerland 2013“, der Titel „Deutsche Meisterin 2015“ in der Langdistanz und der 4. Rang beim „Ironman World Championship 2016“.


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