Der Säure-Basen-Haushalt: Mit 3 Tipps im Gleichgewicht bleiben

Sauer macht vielleicht lustig, aber Übersäuerung ganz bestimmt nicht. 3 Tipps, wie Du deinen Säure-Basen-Haushalt ins Lot bringst.

Ursachen für einen unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt

Viele Menschen ernähren sich heute von überwiegend säurebildenden Lebensmitteln. Besonders starke Säure-Entfacher sind beispielsweise Fleisch, Fisch, Weißmehlprodukte, aber auch Eier, Hartkäse, Kaffee, Schokolade, Zucker und Wurstwaren. Wenn kein Ausgleich geschaffen wird, übersäuert der Organismus, was mit vielerlei unangenehmen Symptomen einhergehen kann. Dazu gehören Müdigkeit, Antriebsschwäche, Unruhe, Immunschwäche, Probleme mit Haut, Haar und Nägeln sowie nächtliches Schwitzen und schnelles Frieren.Anhand des pH-Werts kannst du bestimmen, wie es um deinen körpereigenen Säure-Basen-Haushalt bestellt ist. In der Apotheke sind pH-Teststreifen für den Urin erhältlich. Allerdings werden sie von Experten vielfach kritisiert, da sie nicht den Säurewert im Gewebe messen, sondern nur den des Urins. Und dieser kann je nach Tageszeit und Ernährung variieren. Ein Labortest soll daher zuverlässiger sein.Neben der Ernährung nehmen auch die Atmung und die Nierenfunktion eine wichtige Rolle im Zusammenspiel der Säuren und Basen in unserem Organismus ein. Deshalb können ebenfalls Lungenerkrankungen, Diabetes oder eine Nierenschwäche für ein Ungleichgewicht verantwortlich sein. Die betroffenen Organe sind dann nicht mehr voll funktionsfähig und Schadstoffe können nicht mehr vollständig verarbeitet oder ausgeschieden werden.

1. Abwechslungsreiche Ernährung

Die Empfehlung der Vertreter der Säure-Basen-Theorie ist simpel: Ernähre dich abwechslungsreich. Optimal ist ein Speiseplan, der zu 80 Prozent aus basenreicher Kost und nur zu 20 Prozent aus Säurebildnern besteht. Üblicherweise ernähren sich die Deutschen genau umgekehrt. Besonders basenbildend sind Gemüse und Obst, aber auch Kartoffeln, Steinpilze, Pfifferlinge, Sahne, Küchenkräuter, Molke, schwarzer Tee und Essig dürfen genossen werden.

2. Bewegung im Freien

Ab ins Freie! Denn auch Bewegung an der frischen Luft ist für das Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts wichtig. Im Freien kann die Lunge optimal saures Kohlendioxid abgeben und im Gegenzug basischen Sauerstoff aufnehmen. Ein halbstündiger Spaziergang – am besten in der Natur – reicht übrigens schon aus, um deinen pH-Wert einzupendeln. Noch besser ist natürlich, wenn du deinen Outdoor-Ausflug aktiver gestaltest. Wandern, Radeln, Inlineskating, ja, selbst Gartenarbeit kann ein gutes Fitnessprogramm sein. Hauptsache, du bist an der frischen Luft. Solltest du dich im Freien gerne verausgaben, dann denke auch an ausreichend Regeneration nach dem Sport. Denn während der Erholungszeit baut dein Körper Stoffwechselprodukte ab und repariert Zellschäden.

3. Cool bleiben!

Stress bei der Arbeit, Stress mit dem Partner, Stress mit den Behörden – all das negative Gepäck belastet dich nicht nur psychisch, sondern ebenso physisch – unter anderem deinen Säure-Basen-Haushalt. 'Ruhe bewahren' lautet daher die Devise. Oftmals ärgern wir uns über Dinge, die eigentlich gar nicht der Rede wert sind, weil wir bereits gereizt sind und uns alles über den Kopf zu wachsen scheint. Insbesondere stressige Phasen bei der Arbeit gehören für viele zur Normalität. Umso wichtiger ist es, zwischendurch mal durchzuatmen, bewusst abzuschalten. Die Zeit solltest du dir nehmen, um deinen Akku wieder aufzuladen. Letztlich wird auch deine Arbeit davon profitieren. Und vergiss nicht im Arbeitssumpf hin und wieder zu lächeln – manchmal bewirkt das wahre Wunder.

Bildquelle:

Sanne Berg