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Heiß, heiß, Baby! 5 gesunde Winterdrinks

Bei Bibbertemperaturen wärmen wir uns einfach von innen auf. Wir kennen die besten Winterdrinks – von heißen Smoothies bis zu goldener Milch. Cheers!

Im Trend: wärmende Winter-Smoothies

Ein warmer Smoothie? Klingt erstmal merkwürdig. Funktioniert aber tatsächlich gut! Einfach so deinen Lieblingssmoothie aufkochen solltest du allerdings nicht. Die Basis für warme Smoothies bilden heißer Tee (z.B. Rooibos, grüner Tee, Brennnesseltee, Vanille- oder Hibiskustee) oder frisch gepresster und erhitzter Apfel- oder Orangensaft. Pro Glas brauchst du etwa 175–200 ml Flüssigkeit. Pimpen kannst du die dann nach Lust und Laune mit den üblichen Smoothie-Zutaten. Etwa gefriergetrocknetem oder tiefgekühltem Obst (im Winter hat wenig frische Ware Saison), grünem Gemüse, typischen Wintergewürzen wie Chili, Ingwer, Vanille oder Zimt und natürlich Samen, Nüssen, Datteln und Superfoods wie rohem Kakao oder Matcha-Pulver. Probiere einfach mal aus, welche Kombinationen dir schmecken.

Wichtig: Um deinen Mixer zu schonen, sollten die Zutaten nicht zu heiß sein. Smoothie-Expertin Eliq Maranik empfiehlt deshalb, einen Teil Tee oder Saft zunächst auf ca. 50 °C herunterzukühlen und nur diesen Teil Flüssigkeit mit den übrigen Zutaten im Mixer zu pürieren. Halte dabei den Deckel fest, falls durch die Wärme doch ein Restdruck entsteht. Danach gießt du das Ganze mit dem restlichen heißen Tee oder Saft auf. Umrühren – fertig!

Und noch ein Tipp: Experimentieren kannst du auch mit cremig-heißen Smoothies auf Basis von Mandel,- Haselnuss- oder Cashewmilch. Die schmecken lecker zum Beispiel in Kombination mit Banane, Birne, Zimt und etwas Kokosmilch oder auch Haferflocken. Die Milch-Smoothies kannst du kalt im Mixer pürieren und danach in einem Topf oder in der Mikrowelle erhitzen.

Rezept: Warmer Smoothie mit Mango, Orange, Ananas und Löwenzahntee


Zutaten (für 2 Gläser):

35o ml Löwenzahntee • 1 Eiswürfel • 1 Zitrone • 1 Orange • 1oo g Mango (frisch oder tiefgefroren) • 1oo g Ananas (frisch oder tiefgefroren)

Zubereitung:

1) Tee nach Packungsanweisung aufbrühen. 1oo ml heißen Tee in einen Becher füllen und mit dem Eiswürfel auf ca. 5o °C abkühlen. 2) Zitrone und Orange auspressen. 3) Mango schälen und in Stücke schneiden. 4) Ananas schälen, den harten Mittelteil entfernen und die Frucht in kleine Stücke schneiden. 5) Den Eiswürfeltee mit allen Zutaten zu einem glatten Smoothie mixen. 6) In ein hitzebeständiges Glas füllen und den restlichen heißen Löwenzahntee hinzugeben. 7) Smoothie warm genießen.

Buchtipp:

Noch mehr köstliche Rezepte für warme und kalte Winter-Smoothies sowie viele Tipps und Tricks rund um das Thema Smoothies und eine gesunde Ernährung findest du im Buch „Winter-Smoothies“ von Eliq Maranik (h.f. ullmann publishing, 9,99 Euro).

Einfach goldig: Kurkuma Latte

Obwohl Kurkuma in der ayurvedischen Gesundheitslehre seit Jahrhunderten als effektives Heilmittel gilt, hatten bei uns viele die Wurzel bis 2016 nicht wirklich auf dem Zettel. Dann begann der Hype um die Kurkuma Latte – und der hält bis heute an: Alle sind verrückt nach der „goldenen Milch“ mit dem besonderen Geschmack. Leicht scharf und doch etwas süß und schön cremig – ein echter Seelenstreichler eben. Und noch dazu ein koffeinfreier Wachmacher, der das Immunsystem pusht und leicht appetithemmend wirkt. Dafür verantwortlich ist vor allem der Pflanzenstoff Curcumin, der Kurkuma die charakteristische gelbe Farbe verleiht und obendrein antioxidativ und entgiftend, blutreinigend, heilungsfördernd, entzündungshemmend und belebend wirken soll. Zudem fördert der Stoff die Verdauung und bekämpft Völlegefühle und Heißhungerattacken. Nun ist eine Kurkuma Latte kein Wundermittel. Aber eine vegane und wohltuende Alternative zum klassischen Caffè Latte ist die goldene Milch allemal.

Grundrezept Kurkuma Latte


Zutaten:

120 ml Wasser • 1 EL Kurkuma (als Pulver oder frisch gerieben) • 1 daumengroßes Stück frischer Ingwer (gerieben) • 1 Pr. Muskatnuss • 300 ml Mandelmilch (ungesüßt) • 1 EL Kokosöl • 1 Pr. Zimt (gemahlen) • 1 Pr. schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen) • 1 EL Agavendicksaft (nach Belieben)

Zubereitung:

1) Für die Würzpaste Wasser, Kurkuma, Ingwer und Muskatnuss in einem kleinen Topf unter Rühren zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und alles unter Rühren so lange köcheln lassen, bis eine Paste entsteht. In einem Schraubglas hält sich die Paste im Kühlschrank mindestens zwei Wochen. 2) Mandelmilch in einem kleinen Topf erwärmen. Nach Belieben 1 TL oder mehr der Würzpaste einrühren. Kokosöl, Zimt und Pfeffer dazugeben und umrühren. Nach Belieben mit Agavendicksaft süßen.

Power fürs Immunsystem: Ingwertee

Noch so eine Wunderwurzel: Ingwer ist eine uralte Heil- und Würzpflanze, die es wirklich in sich hat. Ingwer enthält jede Menge Gingerol, ein Stoff, der ihm seine Schärfe verleiht und sich auch positiv auf deine Gesundheit auswirkt. Denn Gingerol wirkt im Körper ähnlich wie Acetylsalicylsäure, die du aus Aspirin kennst. Deshalb wirkt auch Ingwer schmerzlindernd. Außerdem hat die Wurzel einen entzündungshemmenden und schleimlösenden Effekt, kurbelt die Verdauung an und versorgt dich mit viel Vitamin C sowie Eisen, Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium und Phosphor.

Für einen wärmenden Ingwertee schneidest du frischen Ingwer in Scheiben oder reibst ihn und füllst ihn in einen Teebeutel und gießt ihn mit kochendem Wasser auf. Dann muss das Ganze eine Weile ziehen. Je länger, desto schärfer wird der Tee. Der schmeckt am besten mit etwas Honig und – wenn du magst – einem Schuss frischem Zitronensaft. Als Variante kannst du auch mal ein paar frische Minzblätter oder Orangenscheiben mit ins Glas geben.

Schon gewusst?


Ingwer ist auch ein wirksames Hausmittel gegen Reiseübelkeit und Brechreiz. Bei akuten Symptomen einfach ein Stück frischen Ingwer kauen!

Schutz für die Zellen: Grüner Tee

Grüner Tee wird oft als lebensverlängernder Zaubertrunk gefeiert. Wunder vollbringen kann er natürlich nicht. Es sind zwar viele, aber nicht alle angepriesenen Wirkungen tatsächlich wissenschaftlich bewiesen. Fest steht aber: Grüner Tee unterstützt eine gesunde Lebensweise. Unter anderem wirkt er leicht entzündungshemmend, magenberuhigend und blutdrucksenkend und kurbelt den Stoffwechsel und die Fettverbrennung an. Dank der Fülle an Antioxidantien, die in ihm stecken, schützt er außerdem unsere Zellen vor dem Einfluss freier Radikale, die Krankheiten begünstigen und die Haut schneller altern lassen. Grüner Tee ist zudem ein super Wachmacher. Im Unterschied zu Kaffee wird sein Koffein erst nach und nach freigesetzt. Die anregende Wirkung ist deshalb nicht ganz so intensiv, hält dafür aber länger an.

Gut zu wissen!


Wenn du grünen Tee mit zu heißem Wasser zubereitest, wird er bitter. Am besten schmeckt er, wenn du weiches, etwa 70–80 °C warmes Wasser verwendest und den Tee nicht länger als eineinhalb Minuten ziehen lässt.

Würzig und lecker: Glühwein light

Ein Winter ohne Glühwein? Für viele undenkbar. Einzig: Viele Fertigglühweine schmecken nach Fusel (nicht selten wird tatsächlich minderwertiger Wein verwendet) und sind zusätzlich noch ordentlich gesüßt. Gesund geht anders. Zwar bieten einige Weingüter inzwischen auch hochwertigen Fertigglühwein an. Aber selbst machen ist immer noch die bessere Alternative – und das am besten so oft es geht ohne Alkohol. Das spart Kalorien und erspart dir den dicken Kopf am nächsten Tag. Bei der alkoholfreien Variante landen Saft und Tee statt Wein im Topf, aromatisiert wird das Ganze mit klassischen Glühweingewürzen.

Rezept für alkoholfreien „Glühwein“ (aka Kinderpunsch)


Zutaten (für 2 Liter):

1 L roter Traubensaft • 500 ml Apfelsaft (naturtrüb)• 500 ml Früchtetee (ungesüßt) • 1 Zimtstange • 1 Sternanis • 6 Gewürznelken • 2–3 Kardamomkapseln • ca. 30 ml Limettensaft (frisch gepresst)

Zubereitung:

1) Säfte und Tee mit der Zimtstange, dem Sternanis, den Gewürznelken und den Kardamomkapseln in einen Topf geben und erwärmen (nicht kochen lassen). 2) Herdplatte ausschalten und den Punsch im geschlossenen Topf auf der ausgeschalteten Platte mindestens zwei Stunden ziehen lassen. 3) Rechtzeitig vor dem Servieren wieder erwärmen und mit Limettensaft abschmecken.

Tipp:

Bei diesem Rezept kannst du mit dem Verhältnis zwischen Tee und Saft experimentieren. Auch ein Schuss frisch gepresster Orangensaft oder eine Orangenscheibe schmeckt gut im Punsch.

Über Nicole Benke


Nicole Benke (37) liebt gutes Essen – am liebsten selbst gekocht aus frischen Produkten der Saison. Von Crash-Diäten hält die Food-Journalistin gar nichts. Sie findet: Eine gesunde Ernährung soll Spaß machen, darf nicht verkrampft sein und muss auch mal Raum für Genuss bieten. Denn strikte Verbote machen nur schlechte Laune. Und wer kann die schon gebrauchen?