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Deine Ziele im Blick: So hältst du Neujahrsvorsätze wirklich ein

Neujahrsvorsätze einhalten – das ist alle Jahre wieder eine Herausforderung, der nicht jeder gewachsen ist. Mit diesen Tipps gibt es keine Ausreden mehr!

Neujahrsvorsätze einhalten – Wunsch und Wirklichkeit

Stress vermeiden, mehr Zeit für Familie und Freunde, mehr bewegen und Sport machen – das sind in der Regel die drei Top-Vorsätze für das neue Jahr. Soviel zu den hoffnungsvollen Wünschen. Aber erfüllt haben sie sich wohl meistens nicht. Laut einer beispielhaften Studie der Universität von Scranton, Pennsylvania, können lediglich acht Prozent der US-Amerikaner auf Dauer ihre Neujahrsvorsätze einhalten. Umgekehrt heißt das: 92 Prozent scheitern. Die Quote für die Bundesbürger dürfte kaum besser ausfallen.

Realistische Ziele setzen

Falls du zu dieser erfolglosen Mehrheit gehörst, lass dir sagen: Das kannst du ändern. Und zwar in erster Linie nach dem Motto "weniger ist mehr". Denn wer zu viele Ziele erreichen will, der übernimmt sich schnell. Und Finger weg von spontanen Last-Minute-Eingebungen zwischen den Jahren oder gar in der Silvesternacht. Was du brauchst, um deine Neujahrsvorsätze einzuhalten, sind wohlüberlegte und realistische Projekte. Die solltest du über einen längeren Zeitraum in deinem Herzen bewegen und erst dann entscheiden, welche davon eine echte Chance auf Erfolg haben und die Mühe lohnen.

Hast du eine kleine, aber feine Auswahl getroffen, zerlegst du sie in mehrere Abschnitte, die du nach und nach meisterst. Diese Aufteilung in Häppchen führt nämlich zu schnellen Erfolgserlebnissen und das motiviert. Aber nur, wenn du damit möglichst bald anfängst. Hinter der Eile steckt die 72-Stunden-Regel. Sie besagt, dass neue Projekte und Vorsätze innerhalb von drei Tagen begonnen werden sollten. Ansonsten sinkt ihre Erfolgsquote auf ein Prozent.

Schreib es auf

Anspornend könnte es hier sein, wenn du deine Ziele auf Zettel schreibst und an geeigneter Stelle in dein Blickfeld rückst. Schon ein Klassiker: Willst du beispielsweise Gewicht verlieren, dann erinnert dich ein unübersehbarer "Zwei Kilo weniger"-Zettel am Kühlschrank daran. Das hilft dir zusätzlich, am Ball zu bleiben.

Befeuernd ist es auch, sich das erfolgreiche Ergebnis der Bemühungen vorzustellen. Bleiben wir beim Thema "Abspecken": Mal dir aus, wie dein Körper mit ein paar Kilo weniger auf den Rippen und sonst wo aussieht. Diese Art des mentalen Trainings spielt auch im Leistungssport eine Rolle.

Niemand ist perfekt

Dennoch bist du nicht vor Misserfolgen gefeit. Rechne also mit Rückschlägen, denn verhindern kannst du sie kaum. Ebenso wenig wirst du jeder Versuchung widerstehen. Denk dann daran: Niemand ist perfekt! Allerdings sollten sich die Fehltritte in engen Grenzen halten, denn sonst gewinnt der innere Schweinehund die Oberhand. Das kann leicht in der Anfangszeit passieren und liegt an der Macht der Gewohnheit. Die schüttelst du erst nach rund zwei Monaten ab. So lange, nämlich 66 Tage, dauert es laut Phillippa Lally vom University College in London, bis sich neue Verhaltensweisen und Abläufe festigen. Aber auch nur dann, wenn sie während dieser Zeit jeden Tag praktiziert werden. Gelegentliche Aussetzer sind allerdings kein Beinbruch, sofern du nur langfristig dranbleibst.

Das musst du übrigens nicht zwangsläufig im Alleingang tun. Im Gegenteil: Es ist förderlich, sich Verbündete zu suchen. Schließt du dich beispielsweise einer Laufgruppe an, dann steigert das dein Durchhaltevermögen, weil du dich dem gemeinsamen Ziel verpflichtet fühlst. Falls du keine Kompagnons findest, dann informiere wenigstens Verwandte oder Freunde über deine Ambitionen. Auch das erhöht den Erfolgsdruck auf dich, weil du sonst ein mögliches Versagen öffentlich eingestehen müsstest. Und das möchte schließlich niemand gern.

Entdecke deine Selbstwirksamkeit

Willst du deine Neujahrsvorsätze einhalten, kannst du zudem auf eine besondere Form der inneren Stärke zurückgreifen: Selbstwirksamkeit. Das ist das Vertrauen in deine eigenen Möglichkeiten. Weißt du aus Erfahrung, dass du Anforderungen gut meistern kannst, dann stehen deine Erfolgschancen grundsätzlich gut. Allein deshalb, weil du an dich glaubst.

Finde deinen Weg mit der BIRD-Methode

Neben den genannten Tipps, beschäftigt sich auch ein spezielles Programm mit dem Umsetzen von guten Vorsätzen. Nämlich die BIRD-Methode der Persönlichkeits-Trainerin Melanie Vogel. Der Name der Verfahrensweise setzt sich aus den Anfangsbuchstaben folgender Begriffe zusammen.

  • Bauchgefühl wecken: Damit spürst du ganz tiefliegenden Bedürfnissen nach. Was ist dein Herzenswunsch? Welches Bild möchtest du von dir vermitteln? Was willst du im Leben erreichen? Die Antworten darauf soll dir deine innere Stimme geben, ausgehend von deinen Idealen.

  • Individualität akzeptieren: Deine Vorstellungen vom Leben müssen sich nicht zwangsläufig mit denen anderer Menschen decken. Das bedeutet, sich an eigene und nicht fremde Leitlinien zu halten. Nur so erkennst und weckst du dein Potenzial und deine Stärken. Kurz gesagt: Gehe deinen eigenen Weg.

  • Richtung festlegen: Bist du dir deiner Ziele bewusst, dann weißt du auch, wohin dich dieser Pfad führen soll. Wenn du deinen Kurs selbst bestimmst, wirst du ihn leichter und weiter gehen. Die Herausforderungen, die du bewältigen willst, ergeben sich dabei quasi von selbst. Anders ausgedrückt: Dein Weg ergibt das Ziel.

  • Durchstarten: Du hast einen Weg, du hast Ziele – nun musst du die ersten Schritte tun.

Die BIRD-Methode erfindet zwar nicht das Rad neu, aber sie verleiht deinem Vorhaben immerhin ein Gerüst. Und auch sie folgt letztlich dem Grundsatz der kurzen Etappen, die nach und nach zum Endpunkt führen.

(Bildquellen: iStock.com/gpointstudio; iStock.com/Dash_med)

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